•  
  •  

Geboren und aufgewachsen bin ich in Neuseeland. Die freie, weite Natur, das Rauschen der Pinien, Wind  und Wellen haben mich geprägt.

„Aotearoa“ / Land der langen weissen Wolke/ Neuseeland

In der Mitte meiner Kindheit sind meine Eltern mit meinen fünf Geschwistern und mir in die Schweiz, nach Bern, gezogen. Ein markanter Einschnitt.

Ich bin meinem Vater dankbar, dass er uns weiterhin den Bezug zur Natur wach hielt: In unzähligen wilden Streifzügen und Wanderungen erlebten wir die nahen und ferneren Berge und Wälder.

Bei der Berufswahl wusste ich: kreativ möchte ich sein können – und mit Kindern arbeiten. Nahe liegend, dass ich das Kindergartenseminar Marzili besuchte.
Meine Lehrer bestärkten mich in meinen gestalterischen Belangen. Zeichnen und Werken waren definitiv mein Ding.
Zeichnerisch interessierte und faszinierte mich vor allem der Kontrast hell-dunkel/ schwarz-weiss. So waren damals praktisch alle meine Werke mit Bleistift, Kohle oder Tusche gestaltet.

Nach ersten Kindergartenjahren und längeren Reisen führte mich mein Weg als Kindergärtnerin nach St. Stephan. Hier im traditionsreichen Obersimmental begegnete ich erstmals dem Scherenschnitt – und meinem Mann. Wir leben noch heute in        St. Stephan, zusammen mit unseren inzwischen schon fast erwachsenen Kindern Simon, Philip und Céline. Und mit ganz, ganz vielen Tieren.
Zur Geburt unseres zweiten Sohnes schnitt ich mein erstes kleines Sujet. Seither sind
Bleistift und Schere in meinem Leben mehr oder weniger präsent.
Bald zeigte sich eine recht grosse Nachfrage nach meinen Scherenschnitten.

Seit 1992 bin ich Mitglied des Schweizerischen Vereins Freunde des Scherenschnitts und auch meist an den Kantonalen- und Schweizerischen Scherenschnittausstellungen anzutreffen.

Sehr gefreut habe ich mich, als dieser Verein 1999 anlässlich der Kantonalen Ausstellung im Alpinen Museum in Bern ein Werk von mir für die bedeutende Vereinssammlung aufkaufte.

Noch immer liebe ich es – als Ausgleich zu Familie, Beruf, Gestalten und weiteren Interessen- in unseren Bergen und Wäldern herumzustreifen. Ich brauche und geniesse die Bewegung, die Stille und die Schönheit der vielfältigsten Naturstimmungen. Etwas von diesen Erfahrungen fliesst wohl auch in meine Bilder ein.

Es gibt für mich zwei Arten von Gestalten mit Bleistift und Schere.

Da ist einmal die Auftragsarbeit: Das oftmals traditionelle Sujet, das häufig gewünscht wird, oder dann die ganz persönlichen Wünsche die ich umzusetzen versuche. Solche Wünsche schwarz-weiss im Scherenschnitt darzustellen und dabei trotzdem eine Harmonie im Bild zu bewahren sind oftmals echte Herausforderungen.

Und da ist das „freie Schaffen“: Ich kann drauflos entwerfen, zeichnen, schneiden, experimentieren, muss niemandes Erwartungen erfüllen.... wunderbar.

Mein Leben ist von vielen Lichtpunkten erfüllt und durchflutet – dafür bin ich dankbar.
Umso schöner, wenn ich etwas davon ausdrücken und weitergeben kann.

 

        „Glück hängt nicht davon ab, wer du bist oder was du hast;
                     es hängt nur davon ab, was du denkst.“

                                                                            Dale Carnegie